Bitte haben Sie Verständnis, dass die hier aufgeführten Inhalte keinen Anspruch auf ständige Aktualität haben. Die Regelungen aufgrund der Corona-Pandemie sind ständigen Änderungen unterworfen. Die nachfolgenden Informationen fassen für Sie den Stand Februar 2021 zusammen.

Welchen Status haben Grenzgänger:innen während der Corona-Pandemie?

Grenzgänger:innen sind grundsätzlich definiert als Personen, die in einem Staat wohnhaft sind und in einem anderen Staat erwerbstätig sind und zu diesem Zweck täglich, mindestens aber wöchentlich von Ihrem Arbeitsort an den Wohnsitzstaat zurückpendeln. 

Da viele Grenzgänger:innen seit Beginn der Corona-Pandemie zunehmend im Homeoffice tätig sind, war die Voraussetzung mangels Einreise in die Schweiz (und somit auch mangels Rückkehr an den deutschen Wohnsitz) nicht mehr gegeben. Dadurch wurde eine Klärung dieser Verhältnisse durch die betreffenden Staaten notwendig. 

Die Schweiz, Deutschland und Frankreich haben sich darauf geeinigt, auch Grenzgänger:innen, die im Homeoffice tätig sind und somit nicht täglich oder mindestens wöchentlich pendeln, eine tägliche Rückkehr an ihren Wohnsitz zu unterstellen. 

Auch im Home-Office bleibt Grenzgänger:innen somit ihr Status erhalten. 

Wo sind Grenzgänger:innen im Home-Office Sozialversicherungspflicht?

Normalerweise wären Grenzgänger:innen, die mehr als 25% ihrer Erwerbstätigkeit im Wohnland (z.B. Home-Office am deutschen Wohnsitz) ausüben, im Wohnland sozialversicherungspflichtig. 

Grenzgänger:innen im Home-Office müssten sich somit in Deutschland kranken-, pflege- oder rentenversichern. 

Die Deutsche Verbindungsstelle Krankenkassen Ausland (DVKA, GKV-Spitzenverband) teilte zur Erleichterung vieler Grenzgänger:innen jedoch mit, dass sich für Grenzgänger im Homeoffice zumindest vorübergehend keine Auswirkungen auf die Sozialversicherungspflicht ergeben. 

Für eine Person, die vorübergehend – ganz oder teilweise – für bis zu 24 Monate ihre Tätigkeit von zuhause ausübt, ergeben sich keine Änderungen hinsichtlich des anwendbaren Sozialversicherungsrechts.”

Quelle: dvka.de 

Gibt es Änderungen bei der Steuer durch das Home-Office?

Da Grenzgänger:innen im Home-Office weiterhin eine tägliche Rückkehr vom Arbeitsort an ihren Wohnsitz unterstellt wird, bleibt auch die Einkommensteuer im Wohnland bestehen. 

Tiefgreifende Änderungen können sich vor allem für jene Grenzgänger:innen ergeben, die bisher als Wochenpendler bzw. Wochenaufenthalter in der Schweiz gearbeitet haben und beispielsweise nur über die Wochenenden an einen weiter entfernten deutschen Wohnort zurückgekehrt sind. 

In solchen Fällen kann die Home-Office-Tätigkeit dazu führen, dass die Einkommensteuerpflicht am deutschen Wohnsitz eintritt. 

Muss ich als Grenzgänger:in bei Einreise in die Schweiz in Quarantäne?

Grenzgänger:innen mit Wohnsitz Deutschland und Arbeitsort Schweiz müssen bei Einreise in die Schweiz sowie Rückreise nach Deutschland nach derzeitigem Stand (Februar 2021) nicht in Quarantäne. 

Auch müssen Pendler:innen keinen negativen Corona-Test an der Grenze vorlegen. Sie dürfen sogar einen Zwischenstopp an einem Supermarkt machen, wenn dieser auf direktem Heimweg liegt. 

Welche Regeln gelten in der Schweiz?

Der Schweizer Bundesrat hat neue Corona-Regelungen beschlossen, die für die ganze Schweiz gültig sind. Haben einzelne Kantone ganz oder teilweise strengere Regeln, so finden diese im jeweiligen Kanton Anwendung. 

Grundsätzlich gilt ein Abstandsgebot von 1,5 Metern, vergleichbar wie in Deutschland. 

Restaurants, Bars und Diskotheken sind vorerst bis 28.02.2021 geschlossen. 

Auch viele nicht systemrelevante Läden und Geschäfte sind vorübergehend geschlossen. 

An fast allen öffentlichen Orten und Plätzen, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, beim Einkaufen sowie immer dann, wenn kein Abstand von 1,5 Metern gewährleistet werden kann, sind die Bürger:innen zum Tragen einer Maske angehalten.

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