Optionsrecht

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    Der Begriff Optionsrecht bezieht sich auf das Krankenversicherungsobligatorium als Grenzgänger bzw. das Wahlrecht, sich entweder der Krankenversicherungspflicht der Schweiz nach KVG zu unterstellen, oder sich von der Krankenversicherungspflicht zu befreien und sich beispielsweise im Wohnland (Deutschland) zu versichern. Als Grenzgänger mit deutschem Wohnort und Arbeitsort Schweiz hat man in der Regel ab Arbeitsbeginn drei Monate Zeit sich zu entscheiden, ob man der Pflichtversicherung der Schweiz nach KVG beitreten oder sich anderweitig krankenversichern möchte.

    Nach Ablauf der drei Monate war eine Änderung in der Vergangenheit nur in folgenden Fällen möglich:

    • Bei Heirat
    • Bei Geburt eines Kindes
    • Bei Scheidung
    • Bei Tod des Ehepartners

    Aufgrund eines solchen Statuswechsels haben die zuständigen kantonalen Ämter in der Regel ein Optionsrecht gewährt und Grenzgängern somit ermöglicht, z.B. von der privaten Krankenversicherung in die Pflichtversicherung nach KVG einzutreten.

     

    Achtung: In Ausnahmefällen haben die zuständigen kantonalen Ämter auch ohne einen Statuswechsel (siehe oben) bereits ein Optionsrecht gewährt, etwa wenn die Familie eines Grenzgängers/einer Grenzgängerin durch die bestehende Krankenversicherung finanziell stark eingeschränkt war und durch einen Wechsel eine signifikante Verbesserung erzielt werden kann. Auch wenn wir dafür nicht garantieren können, helfen wir Ihnen gerne weiter und versuchen, eine Lösung für Sie zu finden.

     

    WICHTIG: Urteil des Bundesgerichts vom 10.03.2015

    Am 10.03.2015 hat nun das Bundesgericht in Bern ein neues Urteil zum Optionsrecht in der Krankenversicherung für Grenzgänger erlassen.

    Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die drei Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau bei Grenzgängern eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht auch ohne schriftliches Gesuch akzeptiert. Grenzgänger, die in diesen Kantonen tätig waren, konnten sich also anderweitig (z.B. privat in Deutschland) versichern und galten, ohne überhaupt ein Gesuch zu stellen, als “stillschweigend befreit”.

    Gemäß Urteil vom 10. März 2015 ist eine stillschweigende Befreiung nicht rechtsgültig. Wer sich also nicht schriftlich von der Krankenversicherungspflicht nach KVG befreit hat, hat nun die Möglichkeit, auf Antrag beim kantonalen Amt in die Pflichtversicherung nach KVG einzutreten.

    Diese Möglichkeit wurde seit Bekanntwerden des Urteils vom März 2015 bereits von vielen Grenzgängern erfolgreich genutzt. Viele konnten ihre teure private Krankenversicherung oder freiwillige gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland verlassen und sich stattdessen in der Schweiz nach KVG versichern, in der Regel zu günstigeren Beiträgen und vergleichbaren oder besseren Leistungen.

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