Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland

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    Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ist bei Grenzgängern relativ unbeliebt. Dies liegt zum einen an der einkommensabhängigen Berechnung der Beiträge. Da der Arbeitgeber in der Schweiz i.d.R keinen Beitrag zur Krankenversicherung leistet, ist als Grenzgänger der gesamte Beitragssatz zu bezahlen.

    Bei der Techniker Krankenkasse, Deutschlands größter gesetzlicher Krankenkasse, liegt dieser Satz für 2016 z.B. bei: 14,0% ermäßigter Beitragssatz (ohne Krankengeld, dies ist als Grenzgänger i.d.R. über den Schweizer Arbeitgeber versichert) zuzüglich 1,0% TK-Zusatzbeitragssatz, zuzüglich 2,35% Pflegeversicherungssatz (Kinderlose: 2,6%) – somit liegt der gesamte Beitragssatz des Grenzgängers bei dieser Krankenkasse bei stolzen 17,35%, bei Kinderlosen 17,6%. Da dieser Beitragssatz auf die, in der Regel hohen, Bruttoeinkünfte in der Schweiz angewendet wird, müssten die meisten Grenzgänger in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung den Höchstbeitrag bezahlen.

     

    Beispiel:

    Eine kaufmännische Angestellte verdient monatlich umgerechnet 4.000 EUR brutto in der Schweiz. Sie ist 35 Jahre alt, kinderlos und bei einer Krankenkasse mit 1,0% Zusatzbeitragssatz (z.B. Techniker Krankenkasse) freiwillig gesetzlich versichert. Ihr Monatsbeitrag liegt somit bei etwa 704 EUR.

     

    Außerdem leistet die deutsche gesetzliche Krankenversicherung auch in der Schweiz nur nach dem deutschen Gebührenordnungssatz. Da die Behandlungskosten in der Schweiz in der Regel deutlich höher liegen, verbleibt das Risiko, dass man bei Behandlung in der Schweiz als Versicherter hohe Eigenanteile selbst bezahlen muss.

    Ein Vorteil der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung ist die kostenlose Mitversicherung von nicht erwerbstätigen Familienangehörigen sowie gegebenenfalls der garantierte Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung im Rentenalter. Wer im gesetzlichen System verbleiben möchte, aber keinen hohen Beitrag für die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung bezahlen möchte, der sollte sich die Variante Pflichtversicherung in der Schweiz (“Grenzgängermodell E106“) genauer ansehen. Diese Variante garantiert ebenfalls eine Rückkehr in die deutsche GKV bei Rentenbezug in Deutschland. Auch hier bieten sich günstige Möglichkeiten zur Absicherung von Familienangehörigen.

    Vorteile

    • Kostenlose Mitversicherung von nicht erwerbstätigen Familienangehörigen
    • Gegebenfalls garantierter Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung im Rentenalter

     

    Nachteile

    • Einkommensabhängige Beitragsberechnung
    • Der gesamte Beitragssatz muss vom Grenzgänger übernommen werden
    • Hohe Eigenanteile bei Arztbehandlungen in der Schweiz
    • Eher geringes Leistungsniveau, beispielsweise bei Zahnersatz

     

     


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